Riesenseeadler

Es sind beeindruckende Raubvögel, die einem aus ihrer großen Voliere mit scharfen Augen beobachten. Und ich glaube es war die Dame des Hauses, die sich wohl durch meine Kamera gestört fühlte und das deutlich zum Ausdruck brachte.

Riesenseeadler oder Steller-Seeadler* sind im Osten Russlands an der Küste der Beringsee, den nördlichen Küsten von Kamtschatka, auf den nördlichen Kurilen, am Ochotskischen Meer, am Amur, auf den Schantar-Inseln und auf Sachalin zuhause. Die einstigen Brutpopulationen von Südkorea gelten als erloschen. Laut Roter Liste von 2021 leben noch etwa 3600-3800 Tiere in ihrer natürlichen Umgebung. In Gebieten, in denen die Gewässer das ganze Jahr eisfrei bleiben, sind Riesenseeadler Standvögel, die übrigen Populationen sind Zugvögel. Tiere aus den weiter nördlich gelegenen Brutgebieten ziehen ab Oktober in südliche Gebiete und überwintern in Kamtschatka, auf den südlichen Kurilen, in Süd-Sachalin, an den südlichen Küsten des Ochotskischen Meeres und gelegentlich auch in Korea, aber vor allem auf der nördlichsten Insel Japans – Hokkaido.

Das Pärchen im Heidelberger Zoo wurde 2006 an der holländischen Grenze von Tierschmugglern beschlagnahmt und dem Zoo in Heidelberg zur Pflege übergeben.

*Benannt nach Georg Wilhelm Steller (1709-1746) der mit Vitus Bering die zweite Kamtschatka-Expedition unternahm. Steller war Arzt, Ethnologe und Naturforscher.

 

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